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Silikonfreie Pferdepflege

Jeder kennt sie, und jeder liebt sie: Mähnen- und Schweifsprays, die das Pferdehaar innerhalb weniger Sekunden flutschig, glänzend und leicht kämmbar machen. Aber was steckt eigentlich dahinter, kann man das nicht auch in natürlich haben und wie wirkt silikonfreie Pferdepflege? Das und noch viel mehr klären wir in diesem Blogbeitrag.


Silikone und wie sie wirken


Silikone oder Silikonöle sind synthetisch (also künstlich) hergestellte Öle. Sie sind klar, farblos, geruchlos und verteilen sich nach dem Aufsprühen ganz schnell in alle Richtungen. Silikonöle werden beinahe überall eingesetzt. In der Technik als Schmiermittel, als Gleitmittel, als Schaumhemmer – aber auch in der Kosmetik. Hauptsächlich in der konventionellen Kosmetik, denn in der Naturkosmetik haben die künstlichen Öle nichts verloren. Wie wirken Silikonöle eigentlich? In Shampoos, Conditioner und Co. werden Silikonöle eingesetzt, damit sie auf der Haaroberfläche einen dichten, luftundurchlässigen Film bilden, der die Haare entwirrt und sie leichter kämmbar macht. Aus diesem Grund werden Massen an Silikonölen auch in konventionellen Mähnen- und Schweifsprays und Pferdeshampoos eingesetzt. Ganz einfach um das Langhaar besser kämmbar zu machen.



Warum machen Silikone das Haar dauerhaft kaputt?

Die Silikonöle in konventionellen Produkten legen sich wie ein luftundurchlässiger Film und das (Pferde-)haar. Dabei ist es übrigens egal ob es sich um ein Pflegeprodukt für Menschen oder für Tiere handelt. Der Effekt ist der selbe.

Das Haar sieht oberflächlich wunderschön gepflegt aus. Lässt sich leicht kämmen und hat einen tollen Glanz. Darunter sieht es aber anders aus. Mit jeder neuen Anwendung eines silikonhaltigen Produktes kommt eine neue Schicht Silikon auf die (Pferde-)haare. Je öfter man das Produkt anwendet, desto schwerer wird diese Schicht. Und je schwerer und dicker die Schicht, desto weniger kann das Haar unter dieser Silikonschicht atmen und Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen. Mit Folgen: Unter dem Silikonfilm werden Mähne, Schweif und Co. langsam aber sicher immer trockener und brüchiger. Dem Haar fehlt es an Feuchtigkeit und Pflege – auch, wenn es von außen immer noch gesund und gepflegt aussieht. Ein weiterer Punkt ist, dass das Langhaar durch die immer schwerer werdende Schicht an Silikon abbrechen wird. Was sich später als Spliss zeigt…. Silikone in Pflegeprodukten sorgen also für den berühmten: außen hui, innen pfui Effekt.


Was brauche ich für den Umstieg auf silikonfreie Pflegeprodukte?

In erster Linie Geduld. Bevor man mit der silikonfreien Pflege startet muss erst mal das “alte” Silikon runter. Denn die pflegenden Nähstoffe aus silikonfreien Mähnen- und Schweifsprays können das Haar nur dann reparieren, wenn sie überhaupt ans Haar kommen. Hat man zu hohe Anfangserwartungen an silikonfreie Produkte, kann man schnell enttäuscht werden.

Durch die Umstellung kann das Haar zuerst einmal deutlich schlechter werden. Lässt man die silikonhaltigen Produkte weg, baut sich der Mantel an Silikon schrittweise ab, und darunter kommt meist das kaputte Haar zum Vorschein. Um diesen Prozess zu beschleunigen empfiehlt sich ein sogenannter "final wash", also eine Haarwäsche in der alle Rückstände weitestgehend entfernt werden. Hierfür empfehlen wir das tiefenreinigende Grüne Tonerde Shampoo. Außerdem hilft es, Mähne- und Schweif in dieser Phase besonders viel zu kämmen. Auch das kann das Ablösen der alten Silikonschicht beschleunigen.

Erst wenn dieser Punkt erreicht ist, kann das Haar neu aufgebaut werden und die silikonfreien Produkte können wirken.

Übrigens: wenn ihr überlegt auch bei euren eigenen Haaren auf silikonfreie Shampoos und Conditioner umzusteigen, werdet ihr den selben Effekt bemerken!

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